Steuer & Recht · Berufsbild

Notar — Vertrauensperson des Rechtsstaats.

Als Notar nehmen Sie hoheitliche Aufgaben im Rechtsverkehr wahr — Sie beurkunden Verträge, gründen Gesellschaften, beraten zu Erbschaften und Vorsorgevollmachten. Sie sind unabhängige Vertrauensperson zwischen den Vertragsparteien und stellen Rechtssicherheit her. Eine hochangesehene und gleichzeitig wirtschaftlich attraktive Position mit langjähriger Aufbau- und Berufungsphase.

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Daniel Hentschel – Personalberatung Notar

Die Essenz der Position.

Notare nehmen hoheitliche Aufgaben des Rechtsstaats wahr und sind unabhängige Vertrauenspersonen. Wer hier erfolgreich ist, vereint juristische Tiefe (Volljurist mit ausgezeichneten Examina) mit kaufmännischer Schärfe (Notaramt als Wirtschaftsbetrieb), kommunikativer Stärke (Vertragsparteien moderieren) und ethischer Integrität. In Deutschland werden Notare staatlich bestellt — der Weg ist anspruchsvoll, aber die Position bietet außergewöhnliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Reichweite.

Beurkundungen

Sie beurkunden Verträge — Grundstücksverträge, Gesellschaftsgründungen, Eheverträge.

Erbrecht

Sie beraten in Erbrechtsfragen — Testamente, Erbverträge, Pflichtteilsgestaltung.

Vorsorgevollmachten

Sie beurkunden Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen, Betreuungsverfügungen.

Hoheitliche Funktion

Sie nehmen hoheitliche Aufgaben wahr — Unabhängigkeit, Neutralität, Belehrungspflicht.

Typische Aufgaben im Detail.

Was die Position als Notar im Tagesgeschäft konkret bedeutet.

  • Beurkundung von Grundstücks-, Wohnungseigentums- und Hypotheken-Verträgen
  • Gesellschaftsgründungen, Satzungsänderungen, Geschäftsanteilsabtretungen
  • Eheverträge, Scheidungsfolgenvereinbarungen
  • Testaments- und Erbvertrags-Beurkundungen
  • Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen
  • Beratung zu Schenkungen, Unternehmensnachfolge, Pflichtteilsgestaltung
  • Beaufsichtigung von Versteigerungen und öffentlichen Verlosungen
  • Beurkundung von Erklärungen und Tatsachen

Qualifikationen für diese Position.

Was Sie als Notar mitbringen sollten — fachlich wie persönlich.

Ausbildung
Volljurist mit beiden Staatsexamina (typisch mindestens "vollbefriedigend" / 9+ Punkte). In Anwaltsnotariaten zusätzlich mehrjährige Anwaltspraxis. Notarausbildung mit Notarfachprüfung. Staatliche Bestellung zum Notar durch Justizministerium.
Berufserfahrung
7-12 Jahre Berufspraxis vor Bestellung zum Notar. Bei reinen Notarstellen (z.B. Bayern) Bewerbung um konkrete Stelle mit Konkurrenten — bei Anwaltsnotaren (z.B. NRW) parallel zur Anwaltspraxis möglich.
Fachkompetenz
Zivilrecht, BGB-Schuldrecht, BGB-Sachenrecht, Erbrecht, Familienrecht, Gesellschaftsrecht, Grundbuchrecht, Kostenrecht (GNotKG), Steuerrecht-Grundlagen.
Soft Skills
Höchste Integrität, Neutralität, Kommunikationsstärke (komplexe Sachverhalte für Laien verständlich machen), Belastbarkeit, Detailgenauigkeit, soziale Reife.
Sprachen
Deutsch verhandlungssicher, Englisch bei internationalen Mandaten hilfreich. Eltern-/Muttersprache hilfreich bei internationaler Mandantenstruktur.

Gehaltsrange im DACH-Raum.

Marktübliche Vergütungsbandbreiten für die Position Notar.

Notar (Berufseinstieg nach Bestellung)
120.000 – 200.000 €
Etablierter Notar (10+ Jahre)
200.000 – 400.000 €
Top-Notar (Großstadt-Lagen, Spezialisierung)
400.000 – 1.000.000+ €
Hinweis: Notaramt ist ein Wirtschaftsbetrieb — Einkommen hängt von Standort, Mandantenstruktur und Effizienz ab. Großstädte (München, Frankfurt) und Notariate mit hohem Wohnungseigentums-Volumen am oberen Ende. Notar-Vergütung gesetzlich geregelt (GNotKG), aber durch Mandatsvolumen flexibel. Bei Anwaltsnotaren Kombination aus Anwalts- und Notar-Einkünften. Alle Angaben Stand 2026, regional und qualifikationsabhängig variabel. Die genannten Werte sind Bruttojahresgehälter und dienen als Orientierung — die tatsächliche Vergütung hängt von Unternehmensgröße, Standort, Spezialisierung und individuellen Verhandlungsergebnissen ab.

Woher man kommt — wohin man geht.

Typische Karrierepfade rund um die Position Notar.

Für Kandidaten und Unternehmen.

Sie sind selbst Notar oder suchen einen für Ihr Unternehmen? In beiden Fällen unterstütze ich Sie professionell und diskret.

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Häufige Fragen zur Position.

Was Kandidaten und Unternehmen typischerweise zur Position Notar wissen wollen.

Was ist der Unterschied zwischen Nur-Notar und Anwaltsnotar?
Nur-Notar (z.B. Bayern, Sachsen, Hamburg, Berlin): Hauptberuflicher Notar, keine Anwaltstätigkeit erlaubt — typischerweise nach Konkurrenz-Auswahl auf eine konkrete Notarstelle bestellt. Anwaltsnotar (z.B. NRW, Niedersachsen): Notar und Rechtsanwalt parallel — beide Tätigkeiten kombiniert.
Wie wird man Notar?
Klassischer Weg Nur-Notar: 1) Hervorragende Examina (typisch 9+ Punkte), 2) Mehrjährige juristische Berufspraxis, 3) Notarfachprüfung, 4) Bewerbung um konkrete Notarstelle bei Justizministerium, 5) Konkurrenzauswahl. Weg Anwaltsnotar: 1) Anwaltszulassung, 2) Mindestens 5 Jahre Anwaltspraxis, 3) Notarfachprüfung, 4) Bestellung durch Justizministerium.
Welche Spezialisierung lohnt sich?
Immobilien (klassisches Notar-Hauptgeschäft, sehr großvolumig in Top-Lagen), Gesellschaftsrecht (Gründungen, Umstrukturierungen, M&A), Erbrecht und Unternehmensnachfolge (durch Demografie wachsend), Internationale Mandate (DBA-Anwendung, Cross-Border-Verträge). Spezialisierung erhöht das Honorarvolumen erheblich.
Wie ist die wirtschaftliche Reichweite?
Im Spitzenbereich exzellent. Top-Notare in München, Frankfurt oder Berlin können Jahreseinkommen von 500.000 € bis weit über 1 Mio. € erreichen — abhängig von Mandantenstruktur und Mandatsvolumen. Die Notar-Position ist eine der wirtschaftlich attraktivsten in der gesamten Rechtsbranche.
Wie wichtig ist die Examensnote?
Bei Nur-Notaren extrem wichtig — die Konkurrenz-Auswahl basiert wesentlich auf Examensnoten und Berufspraxis-Bewertung. Wer keine "vollbefriedigend"-Noten in beiden Examina hat, hat in vielen Bundesländern keine realistische Chance auf eine Notarstelle. Bei Anwaltsnotaren ist die Hürde niedriger, aber immer noch anspruchsvoll.

Bereit für das Erstgespräch?

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