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Instanzen der Persönlichkeit

Instanzen der Persönlichkeit

Instanzen der Persönlichkeit

Nach Freuds Theorie setzt sich die Persönlichkeit aus drei Instanzen zusammen: Es, Ich und Über-Ich.

Das Es repräsentiert das Lustprinzip. Hier sind Bedürfnisse und Triebe angelegt, die unverzüglich erfüllt werden wollen. Diese Triebe beziehen sich auf die Bedürfnisbefriedigung nach Nahrung, Sexualität, Nähe, Geltungsbedürfnis, das Bedürfnis angenommen zu werden und Bedürfnisse nach Affekten wie Liebe, Vertrauen, Neid, Hass usw..

Der Beginn des Lebens ist geprägt vom Bedürfnis, alle aufkeimenden Triebe befriedigt zu bekommen, z. B. Hunger gestillt zu bekommen, Nähe zu spüren, Wärme und Geborgenheit zu fühlen, Aufmerksamkeit und Unterhaltung zu erfahren.

Das Über-Ich repräsentiert die Gewissensinstanz. Hier werden Normen, Werte, Moralvorstellungen und Ziele verankert.

Die Entwicklung des Über-Ichs vollzieht sich mit zunehmendem Spracherwerb. Eltern vermitteln ihrem Kind erwünschte und nicht erwünschte Verhaltensweisen. Diese werden vom Kind übernommen und verinnerlicht. Später werden Normen, Werte, Rollenvorstellungen, Ideologien von Gruppen, z. B. Kindertagesstätte, Schule, Freundeskreis, Verein, Kirche usw., vermittelt und vom Menschen weitgehend internalisiert (verinnerlicht).

Mit einem gut entwickelten Über-Ich vermag sich ein Kind sozialgerecht zu verhalten. Es bedarf nicht der ständigen Kontrollinstanz der Eltern. Diese verinnerlichten Handlungsnormen ebnen den Weg, um soziale Freundschaften und Gemeinschaften einzugehen.

Das Ich entspricht dem Realitätsprinzip. Seine Leistung besteht in der realistischen Wahrnehmung, im Denken und in der Gedächtnisleistung. Das Ich muss bei Konflikten zwischen Es und Über-Ich abwägen, realistisch entscheiden und handeln. Bedürfnisse und Triebe, die im Es unmittelbar erfüllt werden wollen und vom Über-Ich kritisch beurteilt oder abgelehnt werden, müssen vom Ich realistisch unter Beachtung der Umwelt abgewogen, aufgeschoben oder darauf verzichtet werden. Dies kann manchmal den Triebverzicht des Es bedeuten oder in einen Kompromiss zwischen Es, Über-Ich und Umwelt münden.

Das Ich entwickelt sich durch die Erfahrung des Kindes, eine eigenständige, von anderen Menschen unabhängige Person zu sein. Unterstützend wirken die Körperwahrnehmung des Kindes und das sich entwickelnde Bewusstsein eines Selbst.

Deutlich wird dieser Entwicklungssprung, wenn das Kind nun nicht mehr von sich in der 3. Person spricht, z. B. sich selbst immer mit seinem Namen bezeichnet, sondern wenn es von sich selbst mit „ich“ erzählt. Beispielsweise sprach der kleine Karl, wenn er durstig war: „Karl trinken!“ Seit kurzem sagt Karl: „Ich will trinken!“

Instanzmodell Freud - Quelle GNU/ Wikipedia

Instanzmodell Freud – Quelle GNU/ Wikipedia