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Latenzphase

Latenzphase

Latenzphase (6. – 11. Lebensjahr)

In der Latenzphase kommt es zu einer „Ruhephase“ der sexuellen Entwicklung. Das Interesse am anderen Geschlecht ist eher gering. Gleichgeschlechtliche Freundeskreise sind die Regel.

Zentrale Themen sind der Wissenserwerb und die Herausforderung im sozialen Bereich. Dabei werden die Ich-Fähigkeiten und Über-Ich-Fähigkeiten weiterentwickelt, z. B. beim Üben von Durchsetzungsvermögen in der Gruppe, Konfliktfähigkeit mit Gleichaltrigen, Übernahme von Aufgaben, um Verantwortung für sich und andere zu üben.
Sexuelle Interessen werden abgewehrt. Mädchen finden Jungen „doof“ und umgekehrt. Die sexuelle Energie wird eher in soziale Beziehungen investiert.

Das Kind in der Latenzphase engagiert sich je nach Neigung, Talent und sozialem Umfeld in Sportvereinen, Arbeitsgemeinschaften, Schulgruppen usw. und lebt hier das Bedürfnis nach sozialen, gleichaltrigen und gleichgeschlechtlichen Kontakten und Anregungen aus.

Die Bereitschaft, „Abenteuer“ zu erleben, rückt in den Vordergrund. Der Forscher- und Unternehmensdrang des Kindes weitet sich mehr und mehr aus. Das Kind will sein Umfeld erkunden, wobei Freunde und soziale Kontakte im Vordergrund stehen. Sich mit anderen zu messen, sich durchzusetzen und sich zu beweisen, sind wichtige Themen in dieser Zeit.

Das Kind in der Latenzphase lernt, spielt und nutzt die Freizeit vorwiegend mit gleichaltrigen und gleichgeschlechtlichen Freunden, bis in der Pubertät Jungs und Mädchen wieder gegenseitig interessant werden.